DEUTSCH | ENGLISH
Unipark-Programm: Online-Befragungen mit Globalpark-Software

Sozialwissenschaften

Tausch oder Diebstahl und die Technologie des Netzwerks

Techniksoziologie beschäftigt sich mit der Frage des Verhältnisses von Technik und Gesellschaft, die auch Musiktauschbörsen im Internet aufwerfen. Wie lässt sich das durch das Internet und den Musiktausch darin entstandene Spannungsfeld von Technik und Sozialem analytisch begreifen und welche Aussagen lassen sich bezüglich der sozio-technischen Entwicklung in dieser Hinsicht treffen? Wie lassen sich Musiktauschbörsen und die Technik des Internet aus techniksoziologischer Perspektive fassen? Wo liegen die Unterschiede zu herkömmlichen Verfahren des Musikvertriebs und der sozialen Komponente von individuell-kreativer Schöpfertätigkeit und dem Interesse der Gesellschaft an künstlerischen Werken? Wie reagieren Musikkonsumenten auf die neue Technologie? Die Arbeit behandelt die aufgeworfenen Fragen theoretisch und empirisch. (1) wird die sozio-technische Entwicklung in technischer, sozialer, zeitlicher und räumlicher Hinsicht untersucht um daraus (2) das entstandene sozio-technische Spannungsfeld analytisch aus techniksoziologischer Sicht zu fassen und (3) theoretische Aussagen zu treffen bezüglich der Eigenschaften bestimmter Teilbereiche des Spannungsfeldes. Diese werden (4) im empirischen Teil der Arbeit unter Zuhilfenahme einer Brückenthese überprüft. Dazu wurde eine Online-Befragung bei 1152 Mitgliedern einer Online-Community für junge Erwachsene durchgeführt. Der verwendete Datensatz umfasst die Antworten von 237 Befragten und ermöglicht Aussagen hinsichtlich des sozio-technischen Spannungsfelds in Bezug auf die empirische Dichte einzelner Kategorien und die Einstellung zu Musiktauschbörsen im Internet.


  • Stichprobengröße: 1152
  • Studienleitung: Albrecht Mangler
  • Hochschule: Universität Stuttgart
  • Kontakt:albrecht.mangler@web.de

Bedarfserhebung v Beratungseinrichtungen f gleichgeschlechtl Lebensweisen in NÖ

Homo- und bisexuelle Menschen werden heute noch mit Diskriminierungen und sozialer Ausgrenzung konfrontiert. Dies wirkt sich auf die psychosoziale Gesundheit gleichgeschlechtlich Empfindender aus. Beobachtungen des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen, dass lesbische, schwule und bisexuelle Menschen vorwiegend zielgruppenspezifische Beratungsangebote in Anspruch nehmen und sich nur selten an die allgemeinen Beratungsstellen wenden. In Niederösterreich gibt es laut durchgeführter Angebotsanalyse keine Beratungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Deshalb wurde in dieser Arbeit mit Hilfe einer Onlinebefragung unter niederösterreichischen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen der Bedarf an einer spezifischen Beratungsstelle erhoben. Die Ergebnisse weisen auf einen sehr hohen Bedarf hin, der bisweilen zum Teil durch Nützung von Einrichtungen in den umliegenden Bundesländern versucht wurde zu decken. Die Datenauswertung dieser empirischen Studie verdeutlicht jedoch, dass Menschen professionelle psychosoziale Versorgung in erreichbarer Nähe wünschen. Dies könnte durch eine zentrale Fachstelle in St. Pölten mit zusätzlichen stundenweise besetzten Außenstellen in den ländlichen Gebieten Niederösterreichs gewährleistet werden.


  • Stichprobengröße: 183
  • Studienleitung: Sandra Strohmaier
  • Hochschule: Fachhochschule St. Pölten
  • Kontakt:sandra.strohmaier@gmx.at